Achtsamkeit in der Liebe XIV

Herz.

Reines Herz.

Achtsamkeit.

Liebe.

Das sind abstrakte Begriffe, die vermutlich jeder Mensch mit anderen Worten beschreibt. Jeder Mensch hat für sich seine eigene Wahrheit. Seine eigene Wahrnehmung für Liebe und Herzgeschichten. Doch wie überall in der Psychologie gibt es eine Schnittmenge und die Frage, was ist nun Liebe in ihrem wirklichen Kern?

Viele Menschen führen Beziehungen – die einen mehr und die anderen weniger achtsam. Was gehört alles in eine Beziehung? Was ist reine Liebe? Gibt es sie überhaupt in dieser Konstellation?  Ich möchte Beziehungen thematisieren, bei denen die Sexualität und die Lust ein wichtiger Bestandteil sind.

Denn genau hier liegt meist ein Knackpunkt. Die Sexualität ist von vielen Menschen verkannt oder schambehaftet. Die eigene Lust wird nicht angeschaut und es entsteht eine Erwartungshaltung, der wir uns meist nicht bewusst sind.

All dieses habe der Partner zu erfüllen und das noch am besten in der stillen Kommunikation – so der Wunsch von vielen Frauen und Männern. Häufig haben wir es nicht gelernt offen zu kommunizieren, was wir sexuell von unserem Partner erwarten. All diese Aspekte kollidieren schnell und es entsteht eine „Liebe“, die Abhängigkeit inne hat und die Intention des „Ich brauche dich“. Eine Form der Liebe – die nicht erwachsen ist – sondern die Wünsche nachzuholen versucht, die wir als Kinder von unseren Eltern nicht erhalten haben.

Ist dann das Herz noch rein?

Sind wir dann noch uns selbst achtsam gegenüber, wenn wir uns auf eine solche Beziehungsart einlassen? In wie weit kann Liebe aus dem Herzen statt finden frei vom äußeren Erscheinungsbild, frei von unerfüllten sexuellen Phantasien, die wir sehnen?

Viele Menschen führen Beziehungen, um nicht einsam zu sein oder um einen Zweck zu erfüllen, sei es nun finanzielle Sicherheit, der Wunsch nach Reproduktion oder dem Wunsch sesshaft zu sein. Die Gefahr schnell ins Wollen und Erwarten zu rutschen. Die einen machen das auf eine penetrante Art und Weise und andere überhäufen den anderen mit „Gaben“, um endlich „etwas“ zurück zu bekommen. Unzufriedenheit, Konflikte sowie eine mögliche Trennung sind vorprogrammiert.

Was wäre, wenn dein Beziehungspartner nicht dein Schönheitsbild erfüllt – nicht das Einkommen hat, was du dir für deine Sicherheit, für deine Reproduktion wünscht? Was wäre, wenn alles äußere plötzlich wegfallen würde – was würde euch von eurem Partner bleiben?

Ist da echte Nähe? Ist da echte Verbundenheit? Ist das Herz rein ohne Absichten, die etwas erreichen wollen?

Schaut hin und fragt euch – was wollt ihr wirklich?

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Ein Kommentar zu „Achtsamkeit in der Liebe XIV

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