Freundschaft – Über die Grenzen hinaus.

Ein Wochenende in Manchester, Liverpool und Preston.

SONY DSCDrei und halb Tage. Viele neue Eindrücke. Eine fremde Sprache.

Inspiration, Freude, Liebe, Fröhlichkeit, Wut, Verbitterung und Traurigkeit sowie eine üppige Portion Risiko und Adrenalin. 

1000 Kilometer Reiseweg.

Ein Reisebegleiter, der mit mir flog – unsere Freundschaft – war anfangs am Boden bevor wir aus München starteten. Wir beide hegten unterschiedliche Ziele in diesem Land und trennten uns zu Beginn der Reise erstmal, um uns in der Mitte wieder zu finden. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Mein Ziel der Reise  war es neben dem wundervollen Land – eine alte Freundschaft erneuern und eine einst zerbrochene Bekanntschaft zurück ins Leben holen. Doch wie so häufig kam alles anders als erwartet.

Nach diesem Wochenende bin ich nachdenklich gestimmt – kritisch hinterfrage ich mein eigenes Verhalten und finde keinen Fehler mehr. Eine einst gute Studienfreundschaft zerbrach – warum? Ich frage mich was Freundschaft alles erlauben darf und was nicht?

Ich wurde im wahrsten Sinne des Wortes im Regen in England stehen gelassen. Die ersten ein und halb Tage verbrachte ich bei meiner alten Studienfreundschaft, die England wohnte. Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Liverpool. Dort angekommen, waren wir in Disharmonie – jeder wollte etwas anderes erreichen in dieser Stadt, die am Meer liegt und mich wundervoll an Hamburg erinnerte. Das sollte kein Problem sein, denn mit gegenseitigen Einverständnis trennten sich unsere Wege tagsüber. Ein abendlicher Treffpunkt wurde vereinbart.

Die Wegtrennung sollte nicht nur tagsüber bleiben, denn meine Studienfreundschaft reiste ab ohne Erklärung. Nur viele Mutmaßungen meinerseits. Wut, Demut, Verbitterung und Traurigkeit. Nach vielem Durchfragen hatte ich den hinterlegten Zimmerschlüssel vom Hotel zurück in den Händen und ich wusste, dass war nun das Abschiedsgeschenk einer einst gut gedachten Freundschaft.

Mein Vertrauen war dahin – Zuverlässigkeit war keine vorhanden. In der Vergangenheit war die Zuverlässigkeit ein Konfliktthema, doch ich habe wieder und wieder Chancen gegeben. Nun war es das letzte Mal.

Was bewegt Menschen dazu sich so zu verhalten? Egozentrismus? Selbstsucht? Die Angst sich auf den Anderen einzulassen zu 100%? Diese Reise hat uns auseinander gerissen. Goodbye. And hello my new old friend from Hamburg. Mein Reisebegleiter stand mir in diesen Stunden bei und unterstütze mich.

Danke dir.

Reisen strapazieren uns häufig über und zeigen dem Anderen wie der andere wirklich tickt. Die einen sind als Reise-Duo kompatibel und die anderen nicht. Reisen fordern uns neu heraus und wir bewegen uns außerhalb unserer Komfortzone. Wir entdecken uns selbst und den Anderen neu.

Diese Reise hat mir euer wahres Gesicht gezeigt.

Ich bin dankbar für diese Lektion.

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